Das THE HEARTS HOTEL erfindet sich neu – schon zum dritten Mal! Sparreserven werden für Investitionen genutzt.

Braunlage, 10. Februar 2021. „Aus der Krise in die Chance“ – so könnte das aktuelle Motto der Hearts-Hotel-Gründer lauten. Nach dem zweiten Lockdown wurde das Konzept des Hotel-Start-ups nochmals den Marktbedingungen angepasst. In nur zweieinhalb Jahren bringen die Hotelbetreiber, bedingt durch die Pandemie, neue Services und Leistungen ein, dabei haben sie stets ihren Gast im Visier.

Mitmachen Küche LEO’S Restaurant Braunlage

Noch mal zwanglos Nachschlag holen wie früher bei Muttern? Das soll in der Mitmach-Küche im Restaurant LEO’S möglich sein. Dazu wurde Chris MacCormick engagiert, der unter anderem das Zebrano im Londoner Szenestadteil Soho mitgestaltet hat. Modern European Cuisine mit regionalen Zutaten ist die Devise: jeden Abend ein anderes Menü mit passendem Sound, Licht, abgestimmtem Geschirr und Dekorationen. Heute bestimmen die Flexitarier den Genussmarkt, Craft und Bio sind Basis geworden – hier wird das The Hearts Hotel mit dem LEO’S ab Juni 2021 einsteigen.

Ein Wort, das Lindberg dieser Tage gern benutzt, ist „Entertainment“. Sein Hotel sieht sich in der Chance, ein Angebot zu schnüren, das mehr bietet als Übernachtung und Frühstück: vom Yoga-Kurs bis zur kleinen Runde einer Cocktailschulung, dazu einfallsreiche, persönliche Freizeitevents wie Pärchen-Picknick im Nationalpark oder Tee-Selbstpflück-Kurse, welche das Hotel notgedrungen selbst auf die Beine gestellt hat. „Professionelle Tourenanbieter finden sich im Raum Braunlage nicht“, gibt Ralph Hesse mit leichtem Bedauern zu Protokoll. „Wir sind nicht in Amsterdam, verfügen aber über ähnliches Potenzial, die Umgebung – hier vor allem die Natur – zum Inhalt zu machen, und dafür haben wir ein erfahrenes Event-Team aufgestellt“, so Hesse über seine Personalakquisitionen.

Insgesamt hat das Hotel im Lockdown II über 20 neue Mitarbeiter eingestellt. Mit einer gezielten Jobkampagne und mehr als 600 Bewerbern ist ein Team aus Heimkehrern und Harz-Enthusiasten entstanden. Die deutschstämmigen und überwiegend jungen Mitarbeiter haben zuvor in der Unterhaltung, in der Flug- oder Hotelbranche gearbeitet. Sie waren zuletzt in Kanada, Singapur, auf Kreuzfahrtriesen, im Flieger oder in Disneyland beschäftigt. Dass sie nun gemeinsam „eine Delle in den verstaubten Harz hauen“ wollen, war nicht nur das Motto der Kampagne, sondern ist das Ziel des dynamischen Teams, das sehnsüchtig auf seinen Start wartet.

Nach dem Lockdown II ist es die dritte „Wiedereröffnungsphase“ des jungen Start-ups. Wurde in der ersten Phase das Hoteldesign entwickelt und gebaut, ging es in Phase zwei um die Events – diese wurden im Lockdown II bereits wieder überholt durch Reiseangebote. Dass nun in Phase drei moderne Unterhaltung und ein aktuelles Food & Beverage-Konzept dazugekommen ist, zeigt den kreativen Willen der Gründer. Die Gäste werden für einen wesentlich längeren Aufenthalt im Resort bleiben und diesen genießen. Für Hotelbetreiber und Angestellte bedeutet das mehr Serviceeinsatz, höhere Aufwendungen, aber auch eine verbesserte Wettbewerbsposition. Die Zielgruppe bleibt die gleiche: Junge Stadtausbrecher(-pärchen) aus den Ballungsräumen Hamburg, Berlin und den umliegenden Großstädten suchten das Hotel bereits im letzten Jahr mit hoher Frequenz auf.

Im Bereich Digitalisierung und Desinfektion hat das Hotel ebenfalls nachgebessert. Die Rezeption wurde personell verstärkt, um dem zu erwartenden Ansturm gerecht zu werden. Im Sommer rechnen die Betreiber wieder mit einer Auslastung oberhalb von 95 Prozent. Dazu wurden die digitalen Abläufe verbessert: Ein neues Anfragesystem wurde integriert, Gäste können rund um die Uhr ihre Wünsche äußern und Fragen stellen und werden innerhalb von Minuten betreut. Zudem wurde die Buchungssoftware erweitert. Coole Videotrailer sprechen die Webbesucher emotionaler an und Gäste finden auf der neuen Internetseite schneller zum Ziel.

Die aktualisierte Website wird ab April ins Netz gestellt. „Insgesamt haben wir über 50.000 Euro in digitale Prozesse und nochmals 30.000 Euro in die Personalakquise investiert“, so Lindberg und fügt hinzu: „Dass wir in einer Zeit wie dieser unsere Sparreserven einbringen, ist entweder gewagter Blödsinn – oder genau der richtige Weg, die Chancen zu nutzen.“

Zudem wurde das Hygienekonzept optimiert: So verfügt nun jeder Gast in seinem Zimmer über einen eigenen Desinfektionssprüher, der angenehm duftet und hautschonender ist als Alkohollösungen. Abstände sind vergrößert worden, eine Extra-Reinigungsfachkraft wird sich ausschließlich um die Desinfektion der öffentlichen Bereiche kümmern. Dass sich die Kosten amortisieren, darüber sind sich die Gründer einig. „Durch die Direktbuchungen, die bereits 2020 über 50 Prozent ausmachten, sparen wir Ausgaben bei den Provisionen der Buchungsvermittler“. Ihr Ziel ist es, über 90 Prozent der Buchungen direkt abzuwickeln und Kundenbeziehungen aufzubauen – bleibt nur die Frage, wann es losgeht mit dem dritten Anlauf im Hearts.

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